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Immobilienrecht in der Türkei – Formen von Eigentum

Das türkische Immobilienrecht kennt und unterscheidet verschiedene Formen von Eigentum an Grundstücken. Generell umfasst das Eigentum die Bodenfläche, den Raum unterhalb und oberhalb dieser Fläche sowie diverse Grundstücksbestandteile, wie z. B. Anbauten und Pflanzen. Die Grenzen ergeben sich u.a. aus dem Baurecht, Recht der Rohstoffe, Kulturgüterschutz- und Wasserrecht.

Alleineigentum („mülkiyet hakkı“):Das Alleineigentum beinhaltet das Recht, über einen Gegenstand unter Ausschluss anderer verfügen und dieses – soweit zulässig – nach Belieben nutzen und gebrauchen zu können.

Gemeinschaftseigentum („müşterek mülkiyet“):Bei gemeinschaftlichen Eigentumsverhältnissen unterscheidet das türkische Recht zwischen dem Miteigentum zu Bruchteilen („paylı mülkiyet“) und dem Gesamthandeigentum („elbirliği mülkiyeti“). Bei Miteigentum zu Bruchteilen wird der Anteil zu Bruchteilen im Grundbuch eingetragen. Fehlt ein solcher Eintrag, ist von Gesamthandseigentum auszugehen, wie z. B. im Falle von Erbengemeinschaften oder juristischen Personen (etwa Unternehmen wie Kommanditgesellschaften).

Stockwerkseigentum („kat mülkiyeti“):Das Stockwerkseigentum beinhaltet das Recht, im Rahmen eines Miteigentumsanteils an einem Grundstück bestimmte unabhängige Teile („bağımsız bölüm“) eines Gebäudes ausschließlich nutzen zu können. Diese Eigentumsvariante ist im türkischen Gesetz durch das Stockwerkseigentum („Kat Mülkiyeti Kanunu“) geregelt. Sie ist ähnlich strukturiert wie das deutsche Wohnungseigentumsrecht, welches im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) normiert wird. Allerdings existieren wiederum erhebliche Unterschiede, die es zu beachten gibt.